August, 2026
12aug10:3012:00Nachwuchs für die Demokratie – Echte Jugendbeteiligung in der Kommunalpolitik
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Junge Menschen sind hochgradig politisch, doch in den klassischen kommunalen Entscheidungsgremien bleiben sie oft unterrepräsentiert. Während traditionelle Formate wie Ausschusssitzungen hohe Zugangshürden aufweisen, fordern Jugendliche zunehmend ein konkretes Mitspracherecht bei
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Junge Menschen sind hochgradig politisch, doch in den klassischen kommunalen Entscheidungsgremien bleiben sie oft unterrepräsentiert. Während traditionelle Formate wie Ausschusssitzungen hohe Zugangshürden aufweisen, fordern Jugendliche zunehmend ein konkretes Mitspracherecht bei den Themen, die ihre unmittelbare Lebenswelt und Zukunft vor Ort prägen. Kommunen stehen vor der Herausforderung, über bloße „Alibi-Beteiligung“ hinauszugehen und verbindliche Mitbestimmungsstrukturen zu schaffen, die sowohl für die Zielgruppe attraktiv sind als auch in den starren Verwaltungsalltag passen.
In unserer Online-Diskussion sprechen wir darüber, wie der Brückenschlag zwischen jugendlicher Lebenswelt und Ratssaal gelingen kann. Wir beleuchten, wo aktuelle Strukturen an ihre Grenzen stoßen und mit welchen Ansätzen Städte und Gemeinden junge Menschen dauerhaft für demokratische Prozesse vor Ort gewinnen. Dazu klären wir unter anderem folgende Fragen:
- Welche Beteiligungsformate – von institutionalisierten Jugendgemeinderäten bis hin zu temporären Projektbudgets – funktionieren in der kommunalen Praxis wirklich?
- Wie lassen sich informelle Wünsche und Ideen Jugendlicher rechtssicher und erfolgreich in verbindliche Verwaltungs- und Ratsbeschlüsse übersetzen?
- Wie erreichen Verwaltungen nicht nur das ohnehin politisch interessierte Milieu, sondern binden gezielt auch schwer erreichbare oder benachteiligte Jugendliche ein?
- Wie gelingt ein transparentes Erwartungsmanagement, um Frustration zu vermeiden, wenn Ideen an rechtlichen oder finanziellen Hürden scheitern?
- Welche verwaltungsinternen Ressourcen und Strukturen sind zwingend erforderlich, um Jugendbeteiligung nicht als befristetes Projekt, sondern als kommunale Daueraufgabe zu etablieren?
Moderation: Julian Faber, Redaktion, Behörden Spiegel
- Lena Groh-Trautmann, Geschäftsführerin, Servicestelle Jugendbeteiligung e. V.
- Noah Hermanns, Vorsitzender für Internes, Dachverband der Jugendgemeinderäte von Baden-Württemberg
- Kim Klebolte, Projektleiterin „Jugend entscheidet“, Hertie-Stiftung
- Daniela Top, Koordinierungsstelle „Jugend entscheidet“, Gemeinde Nottuln
*angefragt
