Schneller, einfacher, flexibler: Der Bau-Turbo und die kommunale Umsetzung
Seit etwas mehr als einem halben Jahr ist der Bau-Turbo in Kraft. Er soll Städten und Gemeinden als Instrument dienen, um schnell und bürokratiearm für dringend benötigten Wohnraum zu sorgen. Nachverdichten, Aufstocken, Erweitern und Umnutzen sind mit der Baugesetzbuch-Novelle in Zukunft auf einfachem Weg möglich. Kommunen erhalten Gestaltungsspielraum und müssen gleichzeitig innerhalb kurzer Zeit mehr Verantwortung übernehmen. Gerade kleine Gemeinden mit schlank aufgestellten Verwaltungen stehen damit aber auch vor Herausforderungen – hier mangelt es häufig an ausreichendem Fachpersonal.
In unserer Diskussion wollen wir daher folgende Fragen beantworten:
- Was braucht es, um den Bau-Turbo flächendeckend zu „zünden“?
- Wie können gerade kleine Kommunen in die Lage versetzt werden, die beschleunigten Bauverfahren in die Praxis umzusetzen?
- Sparen Kommunen mit der Anwendung der Neuregelungen tatsächlich Geld, wie es in der Gesetzesbegründung heißt?
- Welche Risiken bergen die neuen rechtlichen Spielräume?
Moderation: Anne Mareile Moschinski, Leiterin Berliner Redaktion, Behörden Spiegel
- Thomas Spinrath, Umsetzungslabor Bau-Turbo, ProjectTogether
- Mira Mory, Landkreis Nienburg/Weser, Fachdienst Baugenehmigungen
- Julian Latzko, Leiter der Abteilung Wohnungsbau/Hochbau, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
- Kerstin von Staa, Rechtsanwältin, Öffentliches Bau- und Planungsrecht, Projektentwicklung, Immobilienrecht
- Dr. Oliver Gewand, Referatsleiter Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Raumordnung, Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW)
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